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Neun-Euro-Ticket reicht nicht aus

17. 05. 2022

Erstmals seit langem sollen Entlastungen nicht nur Autofahrer*innen, sondern auch den Nutzer*innen des öffentlichen Nahverkehrs zugutekommen. Jedoch war die genaue Umsetzung bis kurz vor Beginn des Zeitraums unklar (Startdatum, Geltungsbereich, Modalitäten für laufende Abos). Wie so oft hat sich die Politik auf einen Schnellschuss geeinigt, ohne die Details vorher abzuklären – das erschwert die Kommunikation und könnte noch für einige Enttäuschungen sorgen.

Grundsätzlich begrüßen wir den Gedanken, den ÖPNV attraktiver zu machen und die Nutzenden zu entlasten, auch weil dies ein Schlüssel zur nötigen CO2-Reduktion ist. In diesem Modellversuch eines günstigen Tickets für alle steckt eine große Chance für die deutsche Verkehrs- und Klimapolitik.

Es ergibt sich daraus allerdings keine dauerhafte Lösung des Problems: die Tarife sind zu teuer und für einige Bevölkerungsgruppen schlicht nicht zu bezahlen. Eine Entlastung für drei Monate ist kein Ersatz für die Einführung eines echten Sozialtickets als dauerhaftes Angebot.

Wir unterstützen ferner den Vorstoß einiger Verkehrsministerien, darunter auch das rheinland-pfälzische, die organisatorisch unproblematischere Version als Null-Euro-Ticket zu wählen.

 
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