Link verschicken   Drucken
 

Aus der Presse

30.07.2018 Stellungnahme des Bündnisses „Mobilität für alle! Ein Sozialticket für Rheinland-Pfalz“ bezüglich der Äußerung von Rainer Brüderle als Präsident des Bunds der Steuerzahler Rheinland-Pfalz.

 

Der FDP-Politiker hatte die Forderungen nach einem Sozialticket in der „Allgemeine Zeitung Mainz“ als „unsäglich“ und nur für „Härtefälle“ relevant bezeichnet.

„Mit seiner Äußerungen macht Herr Brüderle deutlich, dass er die Lebensrealität von armen Menschen in Rheinland-Pfalz nicht kennt!“, sagt VdK-Landesverbandsvorsitzender Willi Jäger als Sprecher des Bündnisses. „Wem laut Hartz-IV-Regelsatz 27,85 Euro im Monat für den öffentlichen Verkehr zu Verfügung stehen, der kann sich ein über 60 Euro teures Sozialticket wie in Mainz nicht leisten. Das ist eine ganz einfache Rechnung, die gerade dem Vorsitzenden eines Steuerzahlerbundes einleuchten müsste.“

Das Bündnis sei gerne bereit, sowohl Herrn Brüderle als auch seinen ehemaligen Parteikollegen die Zahlen in einem persönlichen Gespräch zu erläutern; auch die FDP hatte das geforderte landesweite Sozialticket abgelehnt.

 „Ich frage mich, wer die von Herrn Brüderle erwähnten wenigen ,Härtefälle´ sein sollen, die auf ein Sozialticket angewiesen sind“, sagt Jäger. Nach den Berechnungen des Bündnisses werden in Rheinland-Pfalz mehr als 300.000 Personen vom gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt, weil ihnen das Geld für ein Bus- oder Zugticket fehlt. Davon betroffen sind nicht nur Harzt-IV-Empfänger, sondern auch viele ältere Menschen mit geringen Renten und Alleinerziehende.“

„Herr Brüderle betont immer wieder öffentlich, dass er gerne gut und viel isst. Er sollte als Selbstversuch mal einen Monat lang vom Hartz-IV-Satz leben. Das würde ihm bestimmt die Augen öffnen – wenn er nach vier Busfahrten zum Arzt vor einer wässrigen Tütensuppe sitzt“, erklärt Jäger.

 

 

Bündnismitglieder

Mitglieder-Logos 1

Mitglieder-Logos 2

Mitglieder-Logos 3

Mitglieder-Logos 4